Wir stellen uns vor

Geschichte, Ziele,
Tätigkeiten, Eintritt in den Verein

Sicht auf den Hauseingang, im Vordergrund das Wildblumen-Beet
der Lehrbienenstand
Informationen am Lehrbienenstand
Informationen am Lehrbienenstand

diese Seite wurde zuletzt bearbeitet am 15.07.2016

Zweck des Vereins

Zweck des Vereins ist es, den Mitgliedern Unterstützung bei der Imkerei zu gewähren und die Bienenhaltung tatkräftig zu fördern, damit durch die Bestäubungstätigkeit der Honigbiene an Wild- und Kulturpflanzen ein Beitrag zum Erhalt einer artenreichen Natur, zum Naturschutz und zur Landschaftspflege geleistet wird.
 
Heimische Bienen und Wespen sind besonders sensible Anzeiger der Umweltqualität. Sie haben eine große Bedeutung im gesamten Ökogefüge. Ihre Erhaltung muss daher in unser aller Interesse liegen.
 
Natürlich ist auch die Honigproduktion ein wichtiger Teil der imkerlichen Arbeit, und eine erfolgreiche Ernte ist Anlass zur Freude.

 
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Der Lehrbienenstand

Errichtung des Bauwerks

Der Lehrbienenstand dient als Arbeitsstätte für imkerliche Arbeiten und als Ort für Aus- und Fortbildung. Er ist der Treffpunkt der Vereinsmitglieder zu den Monatsversammlungen, in denen die Imker-Themen und -Arbeiten der jeweiligen Jahreszeit besprochen und abgesprochen werden.
Das Gebäude hat eine Nutzfläche von 75 Quadratmetern und umfasst
  • einen Mehrzweckraum für Imkerarbeiten, Versammlungen, Aus- und Fortbildungs-Veranstaltungen
  • einen Honigraum, in dem die Honiggewinnung (Schleudern) und -Verarbeitung erledigt werden können,
  • eine Toilette, die auch für einen Rollstuhl groß genug ist
  • einen barrierefreien Zuweg für Rollstühle vom Parkplatz bis in das Gebäude.
Anlass für den Neubau war der Ablauf des 30jährigen Pachtvertrags am alten Standort in Bechen, der nicht langfristig verlängert werden konnte.
In Kürten-Weier fand der BZV im Jahr 2013 gleich neben dem Tierheim des Tierschutzvereins Rheinisch Bergischer Kreis e.V. einen neuen Standort.
Von Mai 2014 an errichteten Handwerkerfirmen aus dem Ort und aus der Region den Rohbau in Holzständerbauweise mit Ziegeldach, und bis Februar 2015 besorgten zahlreiche handwerklich fähige Vereinsmitglieder in ausschließlich ehrenamtlicher Arbeit den Innenausbau.
 
Sicht auf Mehrzweckraum
barrierefreier Zugang
Mehrzweckraum
Mehrzweckraum
Toilettenraum, so geräumig, dass er auch mit Gehhilfe und Rollstuhl befahren werden kann
Toilette, befahrbar mit Gehhilfe und Rollstuhl
Sicht auf den Hauseingang
Zustand direkt nach der Fertigstellung, barrierefrei auch um das Gebäude herum
eine große Kräuterspirale hinter dem Lehrbienenstand lockt mit ihrer Blütenvielfalt zahlreiche Insekten, Wildbienen und Honigbienen an, weiter hinten die dunkelrote Rückwand des Wildbienenhotels und das Schau-Bienenvolk
die Kräterspirale hinter dem Lehrbienenstand, weiter hinten die dunkelrote Rückwand des Wildbienenhotels und das Schau-Bienenvolk  

Förderer des Bauvorhabens

Besonders zu erwähnen sind auch die finanziellen Förderer des Bauvorhabens, als da sind
- die Vereinsmitglieder mit ihren Spenden in beachtlicher Höhe,
- die Raiffeisenbank Kürten-Odenthal e.G.,
- die Badische Beamtenbank,
- die Stiftung "Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen" in Bonn, die als größter Förderer entscheidend zum finanziellen Gelingen beitrug.

 

Informationen am Lehrbienenstand

Der Lehrbienenstand wird, wie sein Name schon ausdrückt, für Lehr- und Ausbildungs-Veranstaltungen genutzt, ebenso für Imker-Arbeiten und für Arbeiten zur Honig-Gewinnung. Bienenvölker am Lehrbienenstand dienen als "Lehr-Objekte" bei Veranstaltungen.
Auch bei den Workshops zur Praxisbegleitung für Vereinsmitglieder werden an den Bienenvölkern praktische Arbeiten gezeigt, passend zur Jahreszeit und dem Entwicklungsstand der Völker. Besonders von Neu-Imkerinnen und -Imkern werden diese Workshops als hilfreich angesehen und gerne in Anspruch genommen.
  Die "Lehre" am Lehrbienenstand beschränkt sich nicht nur auf Imkerinnen und Imker. Auch naturinteressierte Kinder, Jugendliche und Erwachsene sollen etwas am Lehrbienenstand lernen können. Dafür werden verschiedene Kurse und Seminar angeboten.
Auf einer Wiesenfläche hinter dem Lehrbienenstand ist eine Obstwiese mit zahlreichen alten Obstsorten angelegt worden, die durch weitere, bienenfreundliche Pflanzen ergänzt wird und sowohl den Honigbienen als auch zahlreichen Wildbienenarten ausreichend Nahrung geben soll.
Um die Lebensbedingungen für Wildbienenarten zu bessern wurde auch ein "Wildbienenhotel", also Nisthilfen, für Bienen und andere Insekten errichtet.
Außerdem wird ein Lehrpfad eingerichtet, auf dem Besucherinnen und Besucher sich über die Pflanzen, die Honigbienen und die Wildbienen informieren können. Ein Schaukasten mit einem echten Bienenvolk erlaubt den ungestörten Blick in ein lebendes Bienenvolk, man kann den Arbeiterinnen bei ihrer Arbeit zuschauen, und Arbeiterinnen von Drohnen zu unterscheiden lernen. Mit etwas Glück und Ausdauer lässt sich auch die Bienenkönigin finden, die als Regentin das gesamte Bienenvolk zusammenhält.
 

Vogelwelt am Lehrbienenstand

Nicht nur Honigbienen, Wildbienen und andere Insekten hat der Bienenzuchtverein Bechen im Blick, sondern er unterstützt auch die Vogelwelt mit Nestbauhilfen.
Nach dem Schlupf von Blaumeisen im Mai/Juni 2016 sind auf dem Gelände und in der unmittelbaren Umgebung wieder recht viele Vogelarten zu beobachten: Kohlmeise, Feldsperling, Bluthänfling, Stieglitz, Bachstelze, Neuntöter. Turmfalke, Bussard und Rotmilan waren schon vor dem Bau des Lehrbienenstands da und sind weiterhin häufig zu sehen.
Den Vögeln kommt sicherlich auch der benachbarte Feuerlöschteich des Tierheims zugute, der mit seiner Umgebungsbepflanzung mancherlei Unterschlupf bietet.
Geplant ist auch, bis März 2017 Nisthilfen für Fledermäuse (Fledermaushöhle) und Halbhöhlen für Mehlschwalben anzubringen.  

 
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Geschichte des Vereins

Es begann in den Jahren 1928 - 1929 damit, dass Bechener Imker sich einmal jährlich zu einem Erfahrungsaustausch trafen. Im September 1930 gründeten 13 Imker aus Bechen den "Bienenzuchtverein Bechen".
 
Im September 1992 wurde der Verein in das Vereinsregister beim Amtsgericht in Bergisch Gladbach eingetragen und führt seitdem den Zusatz "e.V." in seinem Namen.
 
Im Jahr 2000 feierte der Verein sein 70-jähriges Bestehen. Wolfgang Rohner, ehemaliger langjähriger Vorsitzender des Imkerverbandes Rheinland e.V., schrieb dazu in einem Vorwort zur Festschrift "BZV Bechen e.V. 1930 - 2000":

"Unsere Imkervereine sind ein Zusammenschluss Gleichgesinnter, die ihre Freizeit und oft auch ihre Lebensaufgabe dem Fortbestand der Bienenzucht in unserem Lande widmen. Die Bedeutung der Bienenzucht für unsere Umwelt, die sich ja laufend ändert, ist groß. Die Imker sollten sich bewusst bleiben, dass die Haltung und Pflege der Honigbiene eine unverzichtbare Voraussetzung für das ökologische Gleichgewicht der Natur ist. Hauptaufgabe unserer Bienen ist die Bestäubung von Wild- und Kulurpflanzen. Ein ökologisches System ist auf Artenvielfalt angelegt. Die Leistung unserer Bienen ist es, diese Artenvielfalt in der Pflanzenwelt zu erhalten. Die fachgerechte Imkerei ist die Voraussetzung dazu. Zum fachgerechten Imkern gehört eine Menge an Wissen und Erfahrung. Zum Austausch dieses Wissens und zur Vermehrung dieser Erfahrungen sind die Imkervereine das geeignete Mittel. Wenn eine solche Gemeinschaft zusammensteht und das über 70 Jahre aufrechterhält, ist das ein Grund, sie zu beglückwünschen."

 
Das Jahr 2005 gab Anlass, auf mittlerweise 75 Jahre Vereinsleben zurückzublicken.
 
Die lange Vereinsgeschichte spiegelt sich auch in der langen Liste der Vereinsvorsitzenden wider:
  • Von 1930 - 1944: Christian Brochhagen
  • Von 1944 - 1950: Hubert Schneppensiefen
  • Von 1950 - 1996: Hans Frielingsdorf;
    auf seine Initiative hin errichtete der Verein einen Lehrbienenstand in Bechen-Herrschertal, der fast vollständig in Eigenleistung erbaut wurde und 30 Jahre lang genutzt werden konnte
  • Von 1996 - 2004: Ulrich Bäcker
  • Von 2004 - 2014: Klaus Hoppe; er setzte sich maßgeblich für den Nachfolge-Lehrbienenstand in Kürten-Weier ein
  • Von 2015 - .....: Udo Gensowski

 
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Vereinsmitglieder

Der Verein konnte im Jahr 2012 das 100. Mitglied begrüßen. Zwei Jahre später Ende 2014 waren es schon ca. 150 Mitglieder, und Ende 2015 wurde die Zahl von 160 Mitgliedern überschritten.
Der Mitgliederzuwachs führte zu einer Verjüngung des Durchschnittsalter im Verein auf rd. 50 Jahre.
Im Lauf der Jahre erhöhte sich der Anteil der Frauen im Verein auf etwa ein Drittel der Mitglieder. In der Jahreshauptversammlung im Januar 2015 wurde erstmals in der Vereinsgeschichte eine Frau in den Vorstand gewählt.

Für erfolgreiche Mitgliederwerbung erhielt der Verein bereits 5 Mal eine Urkunde vom Imkerverband Rheinland e.V., hier die letzten Beiden für die Jahre 2014 und 2012.

die Siegerurkunde für das Jahr 2014

die Siegerurkunde für das Jahr 2012

 
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Eintritt in den Verein, Aufnahmeantrag

Der Bienenzuchtverein Bechen e.V. bietet Ihnen ein Anmeldeformular als PDF-Datei an, mit dem Sie den Eintritt in den Verein erklären bzw. beantragen können. So gehen Sie am besten vor:

  1. Aufnahmeantrag:
    Als erstes bitte den
    Aufnahmeantrag herunterladen aus dem Internet
  2. Sie drucken das Formular mit Ihrem Computer auf Papier aus
  3. Sie tragen sodann Ihre Daten für die Anmeldung in das ausgedruckte Formular ein
  4. setzen Ihre Unterschrift dazu und
  5. senden den ausgefüllten Anmeldungsbogen an den Bienenzuchtverein Bechen e.V.
    Statt mit der Papierpost zu verschicken können Sie den Antrag auch persönlich in der Monatsversammlung oder bei einem Seminar-Besuch einem Vorstandsmitglied übergeben.

Nach Eingang der Anmeldung erhalten Sie vom Bienenzuchtverein Bechen e.V. eine Eingangsbestätigung und ein Willkommensschreiben.

 
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Was macht der Verein

Vielerlei Aktivitäten unternimmt der Verein, hier eine kurze Übersicht:

  1. Unterhalt eines Lehrbienenstands
  2. Grundausbildung von Neu-Imkerinnen und -Imkern durch anerkannte Fachleute
  3. Unterstützung von Vereinsmitgliedern bei deren eigenen Fortbildungsbestrebungen
  4. Teilnahme von Vereinsmitgliedern am bundesweiten Projekt "Betriebsweisen im Vergleich"
  5. Honig-Lehrgänge
  6. Fortbildungsseminare für Imkerinnen und Imker, die schon praktische Erfahrung haben
  7. Bildungsarbeit für Schulen und Kindergärten und interessierte Privatpersonen
  8. Seminare für Naturinteressierte
  9. Bewusstseinsbildung im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen
  10. Maßnahmen gegen Faulbrut und andere Bienenkrankheiten
  11. Unterstützung zur Vermehrung und Verbreitung gesunder Bienenvölker
  12. Vermittlung von Naturbewußtsein in der Bevölkerung und im persönlichen Umfeld
  13. Gemeinschaftsaktionen der Mitglieder
  14. Monatliche Besprechungen und gegenseitige Hilfen

1. Unterhalt des Lehrbienenstands

Der Verein betreibt einen Lehrbienenstand in Kürten-Weier, Zum Tierheim 1a, mit einem Mehrzweckraum (Arbeiten/Schulungen/Versammlungen), mit einem Honigraum und mit einem befahrbaren Toilettenraum. Der Zugang zum Gebäude ist barrierefrei. Im Außenbereich stehen Bienenvölker für den praktischen Teil der Ausbildungsarbeit, die der Verein seit 2005 für Imkerinnen und Imker im Rheinisch Bergischen Kreis, im Oberbergischen Kreis und im Umland anbietet.

2. Grundausbildung von Neu-Imkerinnen und -Imkern

Der Schwerpunkt der Ausbildungsarbeit des Vereins liegt in der Grund-Ausbildung von Neu-Imkerinnen und -Imkern. Deren Zahl stieg von Jahr zu Jahr an, in den letzten Jahren nahmen jährlich rd. 90 Imkerinnen und Imker teil. Ein besonderer Vorteil ist die Möglichkeit, im Schulungsraum die Theorie zu vermitteln und gleich anschließend an den Bienenvölkern im Außenbereich die Praxis der Imkerei und Bienenhaltung zu zeigen.
Die "tragenden Säulen" der Grundausbildung sind die Bienenwissenschaftlerin Frau Dr. Pia Aumeier, Ruhruniversität Bochum, und Herr Dr. Gerhard Liebig, ehemals Landesanstalt für Bienenkunde, Universität Hohenheim, jeweils unterstützt von Vereinsmitgliedern.

3 Unterstützung von Vereinsmitgliedern bei deren Fortbildungstätigkeiten

Nach der Grund-Ausbildung haben in den letzten Jahren interessierte Vereinsmitglieder weitere Lehrgänge zu speziellen Themen und Aufgaben besucht, unter anderem zur Fortbildung zu Bienensachverständigen, Honigsachverständigen, Moderatoren für Neuimker.

4 Teilnahme am bundesweiten Projekt "Betriebsweisen im Vergleich"

Mehrere Vereinsmitglieder haben an einem über 4 Jahre dauernden bundesweiten Projekt "Betriebsweisen im Vergleich" (BIV) teilgenommen.

5 Honig-Lehrgänge

Jährlich führt der Verein Honigfachkunde-Lehrgänge für Teilnehmer aus dem Rheinisch Bergischen Kreis, dem Oberbergischen Kreis und aus dem Umland durch. Der Schwerpunkt hierbei ist die Herstellung und Inverkehrbringung von Honig unter Beachtung der rechtlichen und lebensmittelhygienischen Vorschriften. Die Lehrgänge dienen dem Erwerb der Sachkunde nach den Richtlinien des Deutschen Imkerbundes.

6 Fortbildungsseminare für Imkerinnen und Imker mit praktischer Erfahrung

Es werden Seminare für Imkerinnen und Imker mit praktischer Erfahrung angeboten, die der Weiterbildung in einzelnen imkerlichen Arbeitsthemen und Arbeitsweisen dienen

7 Bildungsarbeit für Schulen und Kindergärten und interessierte Privatpersonen

Neben den Ausbildungs- und Fortbildungsveranstaltungen für Imker betreibt der Verein Bildungsarbeit für Kindergartengruppen, Schulklassen und interessierte Privatpersonen, denen er am Lehrbienenstand Einblicke in die Natur-Zusammenhänge vermittelt.

8 Seminare für Naturinteressierte

Es werden auch Kurse für Naturinteressierte zu den Themen Wildbienen, Wespen, Hornissen, Hummeln und Naturkräutern angeboten.

9 Bewusstseinsbildung im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen

Der Verein nimmt an Veranstaltungen der Gemeinde Kürten teil, um die Bevölkerung über die nebenberufliche Imkerei, die Wildbienen und deren Bedeutung für den Naturhaushalt zu informieren.

10 Maßnahmen gegen Faulbrut und andere Bienenkrankheiten

Zusätzlich zur Ausbildung setzt sich der Verein für die Gesunderhaltung der Honigbienen im Allgemeinen ein. Zur Verhinderung der Ausbreitung der Faulbrut beteiligt sich der Verein regelmäßig und in großem Umfang alljährlich an der Entnahme von Proben für Laboruntersuchungen, die zur Faulbrutprophylaxe vom Veterinäramt gefordert und von der Landesseuchenkasse NRW unterstützt wird. Der Verein organisiert den Ablauf der Probennahmen für seine Mitglieder und leistet damit seinen Beitrag zur Bienengesundheit. Ziel ist es, im 3-Jahres-Zyklus von allen Mitglieder-Bienenvölkern Proben zu nehmen
Regelmäßige Aufmerksamkeit erfordert auch die Bekämpfung der Varroamilbe. Sie ist ein Schädling im Bienenvolk, der das Volk zugrunde richten würde, wenn der Imker nicht mit Gegenmaßnahmen rechtzeitig eingreift.

11 Unterstützung zur Vermehrung und Verbreitung gesunder Bienenvölker

Von den Vereinsmitgliedern wird eine wesensgemäße Bienenhaltung praktiziert, die im Übrigen Gegenstand der Neuimkerausbildung ist. Die Vereinsmitglieder ziehen aus ihren Völkern Jungvölker heran, die als Folge der praktizierten Faulbrutprophylaxe auch mit einem Gesundheitszeugnis an die Neuimker kostengünstig abgegeben werden können. Damit untertstützt der Verein die Vermehrung und Verbreitung gesunder Bienenvölker.

12 Vermittlung von Naturbewußtsein in der Bevölkerung und im persönlichen Umfeld

Ziel der Lehrgänge ist, die wesensgemäße Imkerei zu vermitteln, und darüber hinaus die ausgebildeten Imker zu befähigen, als Multiplikatoren in ihren Gemeinden und in der Nachbarschaft zu wirken. Dabei hat ein Imker von Natur aus sein Umfeld im Blick, ob sich dies positiv entwickelt (Blühflächen, Hecken, Obstwiesen, natürliche Gärten), oder ob die Landschaft zu einer bloßen Dauergrünlandschaft eingeengt wird und nur die intensive Landwirtschaft - die Feststellung soll kein Vorwurf sein - das Landschaftsbild in der Zukunft prägen wird.
 
Durch das imkerliche Wirken bekommt die Nachbarschaft Einblicke in die Natur. Wenn es um die Gesunderhaltung der Bienenvölker geht, zeigt die Imkerin und der Imker, dass nicht synthetische Arzneimittel - zur Bekämpfung der Varroa-Milbe - notwendig sind, sondern dass in der Natur vorkommende Säuren das Mittel der Wahl sind, und dass rückstandsfreie Anwendungen das Ziel sind.
 
Kinder können beim Nachbarn bzw. am Lehrbienenstand erleben, wie sich ein Bienenvolk im Jahresverlauf entwickelt und wie dies schon zu einer Zeit beginnt, wo der heutige Normalbürger noch gar nicht an den Frühling denkt bzw. das Jahresende noch nicht vor Augen hat.
 
Es können Zusammenhänge vom Naturablauf direkt erlebt werden, die für die Lebenserfahrung eine Bereicherung sein können, z.B.: Es blüht doch, warum gibt es trotzdem keinen Honig? Nebenbei wird gelernt, dass man die Dinge bzw. Beobachtungen hinterfragen muss.
 
Die Möglichkeit zu haben, zu beobachten wie ein Naturprodukt (Honig) entsteht und dass nicht alles aus den Fabriken bzw. Kühltheken kommt ist eine wertvolle Ergänzung für die Lebenserfahrung.
Ebenso begreift man, dass man über den Tag hinaus Dinge bedenken und hinterfragen sollte, dass mein Nachbar etwas für die Natur macht und dass es nicht nur eine Sache von Experten ist. Die Erkenntnis "ich kann selber etwas machen" kann für den weiteren Lebenslauf bereichernd sein.

13 Gemeinschaftsaktionen der Mitglieder

Nach Bedarf führt der Verein Aktionen durch, um Honig zu schleudern, um Altwaben einzuschmelzen, um Mittelwände zu gießen. Dafür besitzt der Verein eigene Geräte, die von den Mitgliedern genutzt werden können. Auch die Organisation von Sammelbestellungen gehört dazu, um den Mitgliedern bei der Beschaffung notwendiger Dinge Preisvorteile zu verschaffen. Zu den Gemeinschaftsaktionen zählen aber auch Aufräumarbeiten im Frührjahr sowie gemeinschaftsfördende Unternehmungen wie Imkerausflug und Jahresabschluss-Kaffee.

14 Monatliche Besprechungen und gegenseitige Hilfen

In monatlichen Besprechungen treffen sich interessierte Mitglieder, um über jahreszeitlich aktuelle Imkerthemen zu reden, die Probleme ihrer Bienenv&oum;lker zu erörtern und sich Rat von erfahrenen Imker-Kolleginnen und -Kollegen zu holen. Im Einzelfall werden auch persönliche Arbeitshilfen der Mitglieder untereinander organisiert und abgestimmt. Wer sich als Neu-Imkerin oder -Imker bei seinen Bienenvölkern in der praktischen Arbeit noch unsicher fühlt, erhält eine Unterstützung von Mentoren. Auch Urlaubszeiten und Krankheitsfälle werden mit gegenseitiger Unterstützung überbrückt, so dass terminlich gebundene Imkerarbeiten dennoch zur richtigen Zeit vorgenommen werden.
Zu den Hilfen des Vereins für seine Mitglieder zählt schließlich auch die Unterstützung bei Unfall, Schaden an den Bienenvölkern, oder bei Problemen in besonderen Lebenslagen. Die Mitgliedschaft im Verein und die Zahlung der Beiträge umfassen im übrigen verschiedene Versicherungen und das Recht, seinen Honig mit dem Etikett des Deutschen Imkerbundes (D.I.B.) zu verkaufen (nachdem dazu im Honiglehrgang der Sachkundenachweis erworben wurde).

 
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